Finanzbericht für die Woche vom 17. 02. 2020

Rückblick

Das Haushaltsdefizit des Bundes stieg in den ersten vier Monaten des Fiskaljahres um 25 %... In den 12 Monaten seit Januar 2019 stiegen die Einnahmen um 6,7 %, der höchste Wert seit Februar 2016, die Ausgaben jedoch um 8,8 %, wodurch das Gesamtdefizit auf 1,06 Billionen anstieg, eine Steigerung von 16,4 % gegenüber dem Vorjahr. – Kate Davidson, “Deficit Widens as Spending Hits High,” Wall Street Journal, 13. Februar 2020.

Judy Sheltons (Anm.: amerikanische Wirtschaftswissenschaftlerin und Beraterin von Präsident Trump) energische öffentliche Verteidigung der Währungsstabilität als Lösung für die mangelnde Produktivität fordert die Vertreter der Orthodoxie heraus, ihr eigenes Modell gegenüber einem festen Standard wie Gold zu verteidigen, für das sich Shelton einsetzt. Das ist angesichts der zahlreichen Katastrophen der letzten 50 Jahre aber nicht vertretbar. Kein Wunder, dass Sheltons Nominierung (für das FED) den professionellen Ökonomen und ihren Freunden in der Presse solch beschämende Boshaftigkeiten entlockte. Deren Problem mit Frau Shelton ist aber nicht, dass sie keine Ahnung hat. Deren Problem ist, dass sie Recht haben könnte. – Joseph C. Sternberg, “Why the Economics Establishment Hates Judy Shelton,” Wall Street Journal, 14. Februar 2020.

Die amerikanischen und europäischen Aktienindizes zeigten sich in der vergangenen Woche stark. Der deutsche DAX, der Zürcher SMI sowie der amerikanische S&P-Futures-Index verzeichneten am Freitag neue Allzeithochs, ebenso der Dow Jones Industrial Average zwei Tage vorher, am 12. Februar, und der NASDAQ Composite am 13. Februar. Auch der Amsterdamer AEX stieg auf den höchsten Stand seit Februar 2001. 

Bezüglich der geokosmischen Studien kann ein Teil dieser Rallye auf den Transit des Mars zurückgeführt werden, der einen günstigen Aspekt zur Jupiter/Neptun-Konjunktion der "Buttonwood"-Radix der New Yorker Börse vom 17. Mai 1792 bildet. Die europäischen Aktienindizes wurden durch ihre schwache Währung unterstützt, da der Euro auf den niedrigsten Stand seit April 2017 fiel. Das passiert, wenn man an einer Politik der monetären Anpassung wie z.B. Negativzinsen, bei gleichzeitiger finanzieller Disziplinlosigkeit in allen Mitgliedsstaaten, festhält. In den USA erleben wir einen ähnlichen Fall, wo das FED in letzter Zeit extrem entgegenkommend war (mit dem Repo-Markt, bis Freitag) und die US-Regierung wieder ein Billionen-Defizit produziert hat. All diese Liquidität findet ihren Weg an die Börse – bis die Schuldengrenze überschritten wird und die Kreditagenturen eingreifen. Dies ist in den Jahren 2020 bis 2023 möglich, da Pluto (Schulden und Steuern) im Radix der USA, ihres derzeitigen Präsidenten, des FED, ihres Vorsitzenden und der NY Börse prominent betont ist. Vielleicht hat Judy Shelton tatsächlich die richtige Idee, d.h. die Rückkehr zu einer durch Vermögenswerte gesicherten Währung wie Gold.

In Asien und im Fernen Osten gab es keine neuen Allzeithochs der Aktienindizes, wahrscheinlich aufgrund der anhaltenden Angst vor einer Coronavirus-Pandemie. Dennoch haben sich die Indizes von Shanghai Composite und Hang Seng nach ihrem massiven Ausverkauf vom 4. Februar in den letzten zwei Wochen ordentlich erholt.

Rohöl erlebte eine starke Woche, nachdem es in der Vorwoche auf ein neues Mehrmonats-Tief unter 50 $/Barrel gefallen war. Gold und Silber werden nach wie vor zwischen ihren 3-Wochen-Hochs und Tiefs gehandelt. Sie suchen nach einer Ausrichtung und könnten diese finden, wenn ab diesem Wochenende, dem 16. Februar, eine Reihe neuer geokosmischer Signaturen wirksam werden. Eine Bestätigung von Judy Shelton vor dem obersten Rat der FED könnte den Bullenmarkt für Gold ebenfalls unterstützen.

 

Kurzfristige geokosmische Signaturen

Die gefährlichsten Menschen sind diejenigen, die nicht wissen, dass sie nichts wissen, aber glauben, sie wüssten mehr als alle anderen. – anonym.

Trump trat 1987 in Manhattan den Republikanern bei und hat seitdem fünfmal seine Parteizugehörigkeit geändert. Im August 2001 wechselte Trump zu den Demokraten. Im September 2009 änderte Trump seine Parteizugehörigkeit erneut zugunsten der Republikanische Partei. Im Dezember 2011 wurde Trump ein „Unabhängiger“ ohne Parteizugehörigkeit. Im April 2012 kehrte er zu den Republikanern zurück. https://en.wikipedia.org.

Bloomberg war der 108. Bürgermeister von New York City und hielt sich seit 2002 für drei aufeinander folgende Perioden im Amt. Zunächst war er Demokrat, doch 2001 wechselte Bloomberg die Partei, um als Republikaner für das Amt des Bürgermeisters zu kandidieren. https://en.wikipedia.org.

Nun erscheint er wieder. Der berüchtigte Vorbote von Markt-Betrügereien und politischen Flip-Flop-Erklärungen kehrt an diesem Wochenende, dem 16. Februar, zurück, und er wird bis zum 9. März präsent sein. Wir sprechen nicht über die wechselnde Parteizugehörigkeit von Donald Trump (einem ehemaligen Demokraten und jetzigen Republikaner, der als US-Präsident dient) oder Michael Bloomberg (einem ehemaligen republikanischen Bürgermeister von New York, der jetzt wieder als Demokrat für die Präsidentschaft kandidiert). Wir sprechen über den rückläufigen Merkur, den Trickster unter den Boten, der mit falschen Ausbrüchen von Unterstützung und Widerstand korrespondiert sowie mit der Neigung zu voreiligen oder unklugen Entscheidungen oder zum Bruch mit früheren Positionen, sobald alle Fakten bekannt sind. Und dieses Mal könnte er die ganze Bandbreite seiner überirdischen und unpraktischen Talente zur Schau stellen, weil er in dem wunderbar delirierenden, aber oft phantasievollen Zeichen der Fische rückläufig wird. 

Dies ist eine Zeit, in der Sie vielleicht Lust haben, ein fröhliches Lied zu singen, weil Sie glauben, Sie seien verliebt, oder zu fluchen, weil Sie zum schlimmstmöglichen Zeitpunkt das Falsche gesagt haben, was Ihnen total peinlich ist, sodass Ihnen jetzt danach zumute ist, den Blues zu singen. Bevor Sie unter dem rückläufigen Merkur in den Fischen etwas vorschlagen, stellen Sie sicher, dass Sie mit der Person, der Sie etwas vorschlagen, in einem Boot sitzen. Oder vielleicht ist es aus ihrer Sicht (oder der der anderen) nicht einmal ein Vorschlag. Es mag eher wie ein Befehl oder eine Forderung erscheinen, aber wie bei einigen Präsidentschaftskandidaten kann es sein, dass Sie das falsche Wort wählen oder den falschen Namen der angesprochenen Person. Gegenüber Ihrem Broker sollten Sie sich klar machen, ob Sie "kaufen" statt "verkaufen" meinen, insbesondere nachdem Sie wieder eine Verbindung haben, im Anschluss daran, dass Ihr Mobiltelefon vorübergehend tot war. Alle möglichen seltsamen Dinge können – nachdem sie zunächst richtig erschienen – unter diesem speziellen rückläufigen Merkur in den Fischen schief gehen.

Aber was bedeutet das für die Märkte? Nicht viel, außer dass es häufig mit plötzlichen, kurzfristigen Umschwüngen korreliert, aber nicht unbedingt vom Typ des Primärzyklus. In den meisten Fällen handelt es sich eher um einen Handelszyklus. Das heißt, man kann damit handeln, aber man sollte besser keine engere Liaison damit eingehen.

Dieser rückläufige Merkur könnte jedoch wichtiger sein als die meisten anderen. Er könnte mit Zyklen korrespondieren, die größer sind als ein Handelszyklus, weil der Mars am gleichen Tag in den Steinbock läuft, und das ist eine große Sache (fast alles erscheint als "große Sache", wenn der Merkur in den Fischen ist – oder im Schützen, weil Jupiter über beide herrscht). Aber warum ist der Eintritt des Mars in den Steinbock eine große Sache? Weil der Federal Reserve Act am 23. Dezember 1913 verabschiedet wurde, als die Sonne auf 1 Grad Steinbock stand, in Opposition zu Pluto auf 0 Grad Krebs. In solchen Zeiten kann das FED ins Spiel kommt, häufig mit neuen Strategien oder Ankündigungen, die die zinsbezogenen Märkte wie T-Notes und Währungen erschüttern, die wiederum indirekt (oder direkt) die Kursbewegungen von Edelmetallen und Aktien beeinflussen. Wenn Merkur in den Fischen rückläufig wird, kann man leicht aus dem Konzept geraten oder wie ein Spinner erscheinen, gerade wenn man denkt, alles liefe so gut. Plötzlich verändert sich die Aufmerksamkeit (als ob der rückläufige Merkur in den Fischen überhaupt seine Aufmerksamkeit auf etwas richten könnte). Aber basiert die Veränderung auf der Realität oder auf Gerüchten? Da kann dem rückläufigen Merkur in den Fischen ein wenig schwindlig werden. An einem Tag scheint die Situation unter Kontrolle zu sein, am nächsten Tag ist sie wieder erschüttert. Und die Finanzmärkte reagieren oft wie eine Schrotsäge auf diese sich wiederholende Tragikomödie aus guten und schlechten Nachrichten. 

Trader und Investoren müssen das Gesamtbild im Auge behalten, insbesondere in Zeiten, in denen der Merkur in den Fischen rückläufig ist, was mit zu viel Aufmerksamkeit für langfristig unbedeutenden Lärm (Schrotsägen) korrespondieren kann. Und was ist dieses größere Bild, das wir im Auge haben? Es ist genau das, was wir im Webinar der letzten Woche besprochen haben: Der Aktienmarkt befindet sich in einem längeren Zeitfenster für ein langfristiges Zyklushoch (April 2019 bis November 2020), basierend auf dem Jupiter, der sich zwischen 10 Grad Schütze und 20 Grad Steinbock bewegt, mit einer, meiner Einschätzung nach, 85 %igen Wahrscheinlichkeit eines 20 bis 50 %igen Rückgangs  während oder nach dem Saturn/Uranus-Quadrat von 2021. 

Kurzfristig (schließlich sind wir auch Trader) ist der 16. Februar nur der Beginn einer dreiwöchigen Periode mit acht geokosmischen Signaturen, die eine historische Entsprechung zur Kulmination der Zyklen (Tiefs oder Hochs) in vielen Finanzmärkten aufweisen. Genauso wichtig (oder noch wichtiger) wie die Rückläufigkeit des Merkurs und der Transit des Mars in den Steinbock am 16. Februar ist die transitierende Venus, die vom 23. Februar bis zum 3. März ein Quadrat zu Jupiter, Saturn und Pluto (dem "Steinbock-Stellium") bildet, sowie die beiden stärksten Level 1-Konjunktionen von Sonne/Neptun und Venus/Uranus am 8. März, dem Tag vor der Direktläufigkeit des Merkurs am 9. März. Normalerweise würde ich sagen, dass diese nächsten drei Wochen versprechen, wild und unberechenbar zu werden, aber ich weiß, dass alles, was mit dem rückläufigen Merkur in den Fischen prognostiziert wird, ein womöglich uneinlösbares Versprechen ist. Vielleicht ist es besser, sich im Singen und Tanzen zu üben oder in Meditation. Seien Sie nur vorsichtig bei Gerüchten, die als Fakten präsentiert werden.

 


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Über den Autor

Raymond Merriman ist professioneller Astrologe und Präsident der Merriman Market Analyst, Inc., ein Unternehmen, spezialisiert in Market Timing Produkten und Dienstleistungen. Er ist Verleger des "The MMA Cycles Report", ein Börsenbrief, welcher von Banken, Finanzinstituten, Investoren und Traders konsultiert wird. Merriman ist Verfasser einer Reihe von astrologischen Büchern und Entwickler zweier astrologischer Software-Systeme: Das FAR (Financial Astrological Research) und das SOS (Stock Optimizing Selector) – Programm, welche Traders in die Lage versetzen, künftige Umschlagpunkte in Aktien und Future-Märkten zu identifizieren. Er kann über seine Website erreicht werden.
 

Verwendungszweck: Ziel dieser wöchentlichen Kolumne ist es nicht, die zukünftigen Bewegungen der verschiedenen Finanzmärkte vorauszusagen. Dazu dienen die verschiedenen Abo-Berichte von MMA, im Gegensatz zu dieser Kolumne, die als kostenloser Service angeboten wird. Deren Zweck ist es, Leserinnen und Leser über die Verbindung zwischen astrologischen Faktoren, so wie sie sich am Himmel konstellieren, und menschlichen Aktivitäten zu informieren. Dabei wird gleichzeitig darüber berichtet, was an verschiedenen Börsen und weltweiten Finanzmärkten in der Vorwoche passierte und welche weiteren Entwicklungen und Veränderungen in der kommenden Woche antizipiert werden können. Die in diesem Zusammenhang wirksamen geokosmischen Faktoren werden gemäss dem Verständnis des Autors für solche Konstellationen interpretiert. Der Autor (Merriman) tut dies aus der Perspektive eines Analysten von Zyklen und im Hinblick auf militärische, politische, wirtschaftliche Entwicklungen und deren Bedeutung für die Finanzmärkte der Welt. Daraus können Aussagen resultieren, welche den Charakter von Voraussagen haben. Das primäre Ziel ist jedoch, bestehende Zusammenhänge aufzudecken und Leserinnen und Leser auf das psychologische Klima aufmerksam zu machen, welches gerade vorherrscht oder in der Zukunft zu erwarten ist – dies aus einer astrologischen Perspektive heraus. Dieses Vorgehen fusst auf der Hoffnung, dass dem Leser damit geholfen wird, die psychologische Dynamik zu verstehen, welche aktuellen Nachrichten zu politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen auf der Welt zugrunde liegt.

Disclaimer: Für das Eintreffen von in diesem Bericht gemachten Voraussagen kann keine Garantie übernommen werden. Entscheidungen hinsichtlich Investitionen und Handlungen an der Börse liegen ausschliesslich im Verantwortungsbereich des Lesers, und weder der Autor noch der Betreiber der Website, welcher diese Informationen veröffentlicht, kann für solche individuellen Entscheidungen verantwortlich oder haftbar gemacht werden. Leserinnen und Leser werden in diesem Zusammenhang auch darauf aufmerksam gemacht, dass der Handel mit Futures und Optionen hohe Risiken beinhaltet.



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