Raymond A. Merriman: Rückschau auf meine europäische Winterreise

Ende Januar 2010

Am Montagabend, 11. Januar, ging es um Viertel vor Zehn in Detroit am Flughafen los. Ich war früh gekommen, aber das Flugzeug startete mit 90 Minuten Verspätung. Und das war der Schlüssel: Saturn war stationär, Merkur beendete seine Rückläufigkeits-Phase. Was hatte ich mir nur dabei gedacht, fragte ich mich selbst, unter solchen Konstellationen eine Reise zu buchen? Mehr noch, was hatte ich mir mit Blick auf mein eigenes Geburtshoroskop gedacht, mit Blick auf die Konstellationen von Saturn und Pluto? Diese Reise begann damit, dass ich direkt mit den Kräften von Saturn und Pluto konfrontiert wurde: Sie bildeten ein Quadrat bzw. eine Konjunktion zu meiner Sonne/Mars-Konjunktion in meinem Geburtshoroskop auf 2° bzw. 5° Steinbock. Saturn läuft derzeit durch mein erstes Haus, nachdem er zum ersten Mal über meinen Aszendenten auf 27° Jungfrau gegangen ist! Ich weiss …: Hier wird er auch im Frühjahr in seiner Rückläufigkeits-Phase stationär sein, in Opposition zum Uranus, der sich dann auf meinem Deszendenten befindet. Abwarten kann ich da freilich nicht. Aber glücklicherweise lerne ich auch dann aus meinen Erfahrungen, wenn sich in ihnen meine Begriffsstutzigkeit erweist. Und darum ist nicht gleich alles verloren.

Ich landete am nächsten Tag mittags - mitteleuropäische Zeit - auf dem Flughafen Schiphol in Amsterdam. Hier wurde ich von meiner Gastgeberin Irma Schogt abgeholt, der Leiterin der Firma Schogt Market Timing (www.markettiming.nl). Irma ist grossartig. Sie hat meine Methode der MMA-Zyklenlehre an einen harten Kern von MMA-Abonnenten weitergegeben. Sie und diese gesamte Gruppe haben in den letzten acht Jahren im Blick auf Finanzastrologie ihre eigenen hochinteressanten Entdeckungen vorangetrieben.

Beim Besuch im Jahr zuvor war diese Gruppe eine der ersten, mit der ich persönlich zusammengetroffen war. Damals war das einer der Höhepunkte der Reise. Und das würde jetzt erneut so sein. Die Leute, die zu diesem Treffen nach Amsterdam kommen, sind wirklich erstaunliche Menschen! Etwa 30-40 % arbeiten im IT-Bereich, also im Bereich der Internet-Technologie. Sie sind achtsam, lebendig, herzlich, und sie haben grossen Sinn für Humor, sind voller Wärme. Ich erklärte Irma, dass sich für mich das Treffen mit den Abonnenten in den Niederlanden so anfühlt, als würde ich mit einer grossen Familie aus uralten Tagen wieder zusammenkommen. Das habe ich sehr genossen. Es war so angenehm, eine derart lockere Kommunikation untereinander zu erleben!

Eine Offenbarung bei dieser Reise war, als im Anschluss an meinen Vortrag über die „Voraussagen für 2010“ während des privaten Treffens der Abonnenten ein junger Mann fragte: "Was meinen Sie, was die Menschen meiner Generation für die Zukunft zu erwarten haben?" Er war 31 Jahre alt, geboren 1979. Auch er arbeitete im IT-Bereich. Ich schlug ein paar Perspektiven vor, die ich für möglich hielt - denn ich habe selbst Kinder in diesem Alter. Der junge Mann war mitten in dieser Altersgruppe. Dann dämmerte mir, dass er eventuell mitteilen wollte, was er von seiner eigenen Generation dachte. Dementsprechend fragte ich ihn danach: Was hätte denn seiner eigenen Meinung nach seine Generation für die Zukunft zu erwarten? Welche Werte gelten in dieser Generation? Seine Antwort lautete: "Ausgewogenheit. Wir erleben unsere Eltern, die hauptsächlich aus den geburtenstarken Jahrgängen stammen, wir sehen, wie getrieben sie im Blick auf ihre Karriere und ihre Arbeit sind. Das wollen wir nicht. Wir möchten ein ausgewogenes Leben führen, ein Leben zwischen Arbeit selbst sowie Tätigkeiten und Beziehungen, die ausserhalb der Arbeit laufen."

Das war für mich wie ein Weckruf. Ich glaube, genau das wollte ich auch anstreben. Herzlichen Dank! Ja, und ich stellte ausserdem fest, dass die Generation, von der er sprach, Pluto im Zeichen Waage stehen hat. Wie passend! Aber es passt auch, wie wichtig diese Botschaft für mein eigenes Leben ist. Ich arbeite zu hart. Ich bin ein Workaholic. Und ich gehöre zu den geburtenstarken Jahrgängen. Auch ich möchte Ausgewogenheit in meinem Leben. Wie kann ich meine Arbeitssucht loswerden, wie kann ich lernen, Vergnügen an dem zu finden, was ich ausserhalb dieser Arbeit geschaffen habe? Mit solchen Überlegungen beschäftigte ich mich nach diesem Treffen.

Vielleicht dachte ich an all das auch, weil ich krank wurde. Neben der Tatsache, dass Amsterdam für mich eine persönliche Erleuchtungserfahrung bedeutete, war es auch eine Lektion für mich im Blick auf meine Gesundheit. Ich musste annehmen lernen, dass die Astrologie ganz deutlich Zeiten gesundheitlicher Herausforderung anzuzeigen vermag. Jeder noch so bescheidene Astrologe erwartet bei einem Transit des Saturn durch mein erstes Haus, bei gleichzeitigem Quadrat zu meiner Sonne/Mars-Konjunktion, dass mein Trip im Zeichen grosser Erschöpfung beginnt. Jede einzelne dieser Konstellationen kann Überarbeitung und Ermüdung bedeuten: Saturn beim Aszendenten, Saturn Quadrat Sonne, Saturn Quadrat Mars. Saturn traf jeden Punkt meines Horoskops, an dem es um Vitalität ging.

Deshalb ist meine „Voraussagen-Tour 2010“ durch Europa auch eine Erzählung von den Nöten, die Saturn bringt. Der Transit-Saturn befand sich überdies in der Nähe seiner Stationarität, bevor er rückläufig wurde. Ich hätte es besser wissen müssen, statt mich einem solch anstrengenden Trip unter derartigen Aspekten zu unterwerfen. Aber bin ich nicht Supermann? Muss ich noch erwähnen, das ich auch Neptun im Aufgang stehen habe? In meinen Träumen brauche ich keinen Schlaf!

Der Flug, der mit 90 Minuten Verspätung begann, machte den Eindruck einer Krankenstation. Es gab so viele Menschen, die husteten und niesten. Ja, ja! Deshalb nahm ich vorbeugend ein Spray mit dem schönen Namen "Thieves" (Diebe), das sich sehr gut dafür eignet, all diese Krankheitskeime zu verjagen – schliesslich habe ich einen Jungfrau-Aszendenten! Aber es half nichts, ich fing mir alles ein, was im Flugzeug und dann in den Niederlanden an Infekten herumging. Und alles blieb schön brav eine Woche bei mir!

Es lief durch mich hindurch. Mit jedem Tag wurde es schlimmer, bis ich schliesslich am sechsten Tag bei minus 21 Grad in Moskau ankam. Was, zum Teufel, mache ich hier, dachte ich, in dieser Tiefkühltruhe von einem Land, wo ich sowieso krank bin? Und dann holte mich meine Gastgeberin, Irina Antonyan, am Flughafen ab und erklärte mir, dass die ganze Stadt Moskau krank sei. Guter Gott, rief ich innerlich aus, sie haben alle die Schweinegrippe! Und ich muss mir ebenfalls die Schweinegrippe eingefangen haben! Habe ich schon erklärt, dass ich Neptun im Aufgang habe und von daher eine ziemlich aktive Einbildungskraft? Dass ich eine Paranoia in Sachen Krankheitskeime pflege? Irina war gerade dabei, ihre Grippe zu überwinden. Dachte sie jedenfalls, denn sie musste noch kräftig husten. Jedenfalls, an diesem Montagabend, 18. Januar, war ich vollauf mit meiner Erkältung oder Schweinegrippe beschäftigt. Am nächsten Abend musste ich meinen Vortrag halten. Was zum Teufel hatte ich mir dabei gedacht? Konnte ich denn einen Vortrag halten, wenn vorher nicht an Schlaf zu denken war, wenn ich ständig niesen musste, wenn ich mir ständig meine elende rotwunde Nase putzen musste?

Und jetzt will ich erklären, warum die Russen – und vor allem Irina – so besonders sind! Am nächsten Tag, ungefähr zur Mittagszeit, brachte Irina zwei Kräuterarzneien in mein Hotel und sagte, diese würden mir helfen. Ich nahm die Medizin sofort ein, etwa 6 Stunden, bevor mein Vortrag anfangen sollte. Ich fühlte mich saumässig ... echt krank. Hundsmiserabel! Wie ein abgestochenes Schwein! Aber natürlich wollte ich den Vortrag halten. Unter allen Umständen! Schliesslich bin ich ein Profi! Und dann geschah es. Irgendwo zwischen vier und sechs Uhr nachmittags fühlte ich mich plötzlich besser. Die Erkältung oder die Grippe oder was es war, hatte sich verflüchtigt. Ich konnte wieder atmen, und ich fühlte mich wie befreit. Nie zuvor hatte ich so etwas erlebt.

Ich war imstande, die Präsentation der „Voraussagen für 2010“ vor ungefähr hundert Leuten mitten in Moskau zu halten. Es wurde ein grossartiger Abend. Irina übersetzte. Alle Leute waren absolut aufmerksam, auch nachdem die veranschlagten drei Stunden vorbei waren: kluge Fragen wurden gestellt, alle waren voll dabei, waren voll warmer dankbarkeit, neues Wissen miteinander teilen zu dürfen. Dabei darf man nicht vergessen, dass die Russen sozusagen die Väter zyklischer Untersuchungen sind – man denke an Nikolai Kondratieff. Sie waren ganz fasziniert, dass es da einen Amerikaner gab, der sich auf Zyklen verstand. So ähnlich dachte ich jedenfalls. Habe ich schon erwähnt, dass ich Neptun im Aufgang habe? Ich spüre Dinge, die andere sich bloss einbilden. Jedenfalls bilde ich mir ein, dass das der Fall ist.

Moskau, das war ein ziemlich kurzer Trip, aber bemerkenswert! Am Montag langte ich dort krank an, rechtzeitig zu meinem Vortrag am Dienstagabend besserte sich mein Zustand, am Mittwoch nahm ich ein Flugzeug zurück nach Amsterdam, wo ich die Nacht verbrachte, bevor ich am Donnerstag nach Zürich weiter flog. Ich machte mir so meine Sorgen bei so einer Reiseplanung. In den krankenhausartigen Flugzeugen konnte ich mir ja erneut die Schweinegrippe einfangen. Ich war mir sicher, dass es sich genau darum handelte (Neptun im Aufgang weiss um diese Dinge oder kann sie sich jedenfalls gut einbilden).

Aber ich wurde nicht wieder krank. Irinas magische Kräuter hatten mich kuriert. Egal, was mir noch im Leben passieren wird, ich werde Irina, die bescheidene, aber magische Heilerin aus Russland nie vergessen. Ganz abgesehen davon, dass sie eine tolle Geschäftsfrau und Verlegerin ist.

Am Donnerstagnachmittag kam ich in Zürich an. Meine Lieblingsfahrerin, die Berufsastrologin Monica Kissling, holte mich am Flughafen ab. Das macht sie immer. Ich darf sagen, dass unsere Beziehung überhaupt damit begonnen hat, dass sie mich abholte, aber das ist eine andere Geschichte. Es war Donnerstagnachmittag, und ich musste bis zum Symposium am Samstag nichts mehr tun. Dort sollten dann Karen Hamaker-Zondag aus Holland, Monica selbst, Verena Bachmann, Alexandra Klinghammer, Claude Weiss und ich vortragen.

Und jetzt muss ich Ihnen erklären – für den Fall, dass Sie noch nie auf einer Konferenz in der Schweiz gewesen sind –, dass es sich dabei um den Inbegriff von Jungfrau handelt. Alles läuft pünktlich, sämtliche Vortragenden und die Konferenz selbst sind tiptop organisiert. Und nirgendwo auf dem ganzen Planeten gibt es keine einzige Gruppe von Astrologen oder Astrologiestudenten, die so sauber und adrett gekleidet sind wie die Schweizer. Sie sind klug, die Schweizer, und sie wissen es! Mit meinem Aszendenten in Jungfrau, und jetzt, wo sich die Erkältung verflüchtigt hatte (dank Irina!), war ich in Zürich natürlich in meinem Element.

Das Symposium am Samstag dauerte den ganzen Tag. Ich war der letzte Referent (ich habe ja gesagt, sie sind schlau), und nach dem Abendessen endete das Symposium mit einer zweistündigen Frage-und-Antwort-Session, an der alle Referenten teilnahmen. Und hier passierte es zum zweiten Mal.

Während dieser Frage-und-Antwort-Session wurde ich nicht nur einmal, sondern zweimal gefragt, warum die US-Regierung von Schweizer Banken verlangt, die Konten von in Amerika wohnenden Bankkunden offenzulegen. Warum hackt die US-Regierung bei dieser Angelegenheit auf der Schweiz herum, wo doch das Steuerflucht-Problem und das entsprechende Verhalten von Banken bei Off-Shore-Konten wie auf Cayman, auf den Bahamas und auf anderen karibischen Inseln viel grösser ist? Also, ich liebe mein Land, und ich halte mich für einen guten amerikanischen Patrioten. Aber welches Recht hat meine Regierung, die Schweiz dazu zu nötigen, ihre eigenen Gesetze zu brechen, so dass man in den USA eventuelle Steuerflüchtlinge verfolgen kann? Und wenn die Schweiz nicht mitmacht, dann würden wir ihre Bankhäuser, nämlich die UBS, aus dem Land werfen, was möglicherweise zu einer weiteren grossen Bankenkrise führen könnte. Deutlicher gesagt, die Schweizer sind sauer auf uns, weil wir so handeln. Und ich musste ihnen nun in Zürich Rede und Antwort stehen und das massive Vorgehen meiner Regierung erklären. Habe ich erwähnt, dass der Transit-Pluto auf meiner Geburts-Sonne steht? Und der Saturn im Quadrat dazu?

Die Wahrheit ist, ich weiss nicht, warum das US-Regierung es für nötig befunden hat, die Schweiz zum Bruch ihrer eigenen, Jahrhunderte alten Regeln des Bankgeheimnisses zu zwingen. Ich meine, genau das ist die Schweiz! Sie verkörpert gewissermassen das Welt-Image des Bankwesens. Und ein fundamentaler Teil des Bankwesens, sozusagen dessen höchster Ausdruck ist Vertrauen, und niemand hat das für Jahrhunderte besser verwirklicht als die Schweizer. Und auf der anderen Seite sind wir Amerikaner und zerbrechen das Schweizer Bank-System, um amerikanische Steuerhinterzieher aufzuspüren. Ich frage mich, über was wir hier reden. Es geht vielleicht um einige Milliarden Dollar unbezahlter Steuern. Diese Steuern werden einer Regierung geschuldet, die immerhin 12 Billiarden Dollar an Steuergeldern verheizt hat. Da kommt mir doch der Gedanke an Heuchelei in den Kopf! Da frage ich mich, wo der Respekt bleibt. Das ist Nötigung! Nach dem Motto: Wenn Ihr nicht mitmacht, dann schliessen wir all eure Zweigstellen in Amerika! Sie wissen, was die Folge davon ist: Schweizer Banken erlauben nun Amerikanern nicht mehr, ein Konto in der Schweiz zu eröffnen. Amerikaner haben keinen Zugang mehr zu dem weltweit führenden und meist respektierten Bankwesen. Und die Schweiz ist deswegen verärgert über die Vereinigten Staaten. Ist das Ganze wirklich wert, dass wir gute, langjährige Verbündete wie die Schweiz wegen deren Politik des Vertrauens verlieren, was für die Reputation im Bankwesen, die die Schweiz über viele Jahre entwickelt und perfektioniert hat, von existenzieller Bedeutung ist? Man sollte doch mindestens so lange warten, bis unsere Regierung ihre eigene Verantwortung durch Rechenschaftslegung bei unseren monetären Problemen in den USA unter Beweis gestellt hat. Inzwischen fragt man sich, wer wir denn sind, dass wir jedem erzählen könnten, wie er seine Geld-Angelegenheiten zu regeln hätte.

Nun, an diesem Abend habe ich meinen Zuhörern erklärt, dass ich in dieser Angelegenheit die Handlungen meiner Regierung nicht unterstützen kann, weil wir, die Welt, die Schweiz als Schweiz brauchen, wie wir sie immer gekannt und bewundert haben: nämlich als den Inbegriff guter Bankführung. Ich glaube, ich bin jetzt ein Schweizer ehrenhalber. Aber noch immer gestatten die Schweizer mir nicht, jetzt ein Bankkonto bei ihnen zu eröffnen, weil mein Pass besagt, dass ich ein Amerikaner bin. Ja, in der Tat, das bin ich. Mag sein, dass ich nicht allem zustimme, was meine Regierung macht, aber ich liebe Amerika. Das Problem ist nur - ich liebe auch andere Länder, die ihrerseits Amerika lieben. Und die Schweizer möchten Amerika wirklich wertschätzen, wollen Freunde mit uns sein. Aber es belastet die Beziehung, wenn wir Amerikaner in deren eigene Politik und deren eigene Sitten eingreifen, wenn wir sie nötigen und dazu erniedrigen, Dinge zu tun, die zwar uns nutzen, die aber auf Kosten ihrer Kultur gehen, die über Jahrhunderte hin aufgebaut worden ist – übrigens schon zu einer Zeit, bevor es die USA überhaupt gab!

Nebenbei bemerkt, ich möchte kein Konto bei einer Schweizer Bank haben, um Steuern zu sparen oder vor der Steuer zu fliehen. Das ist nicht mein Ding. Ich würde einfach gern ein Konto in der Schweiz eröffnen, um durch Diversifikation in den jetzigen Zeiten der Krise einen gewissen Währungsschutz aufzubauen. Denn wenn der Dollar weiter fällt, glaube ich, dass der Schweizer Franken die Währung des „sicheren Hafens“ ist – so wie sie das für so viele, viele Male in der Vergangenheit war. Es ist nötig, dass die Schweizer Schweizer bleiben. Es ist nötig, dass sie diejenigen Banker bleiben, wie sie sie stets gewesen sind, mit der Geheimhaltung und der Vertraulichkeit und dem entsprechenden Ehrenkodex, den es immer gegeben hat. Und es ist nötig, dass unsere amerikanische Regierung endlich anfängt, fiskalisch verantwortlich zu handeln und ihre eigenen Verbindlichkeiten zurückzuzahlen.

Der letzte Tag meiner Reise war Sonntag, der 24. Januar. Ich gab einen Tages-Workshop über meine Methoden der Marktanalyse, bei dem etwa 30 Teilnehmer waren, darunter Leute aus Japan, Deutschland, Italien, Serbien und der Schweiz. Es war eine tolle Gruppe, aber wieder machte mir die Zeit nach dem Seminar am meisten Freude, als ich mich privat mit ungefähr 20 meiner Abonnenten treffen konnte. Ich liebe es, Neues über meine Abonnenten zu lernen. Ich war schon in Amsterdam fasziniert, als ich mitbekam, dass 35 % der Leute dort im IT-Bereich arbeiten. Und jetzt war ich erneut fasziniert, dass ungefähr die Hälfte der Schweizer Abonnenten entweder Psychologen oder Banker sind. Aber am meisten hat mich gefreut, dass, ähnlich wie in Holland, die Schweizer und die Deutschen ausgesprochen warmherzig waren, offen, voller Respekt und mit hoher Wertschätzung für das, was ich mache.

Ich bin auf dem richtigen Weg, denn ich treffe die Leute, die meine Untersuchungen wertschätzen. Es sind wundervolle Menschen aus allen Bereichen des Lebens, aus allen Ecken der Welt. Diese Tour im Winter 2010 hat mir Heilung gebracht, hat meine Augen in einer Weise geöffnet, wie ich es nie erwartet habe. Ganz grossen Dank an Sie und Euch, eine herzliche Umarmung für all diejenigen von Ihnen, mit denen ich auf dieser Reise zusammengekommen bin. Ich hoffe, dass ich Sie alle im nächsten Jahr wiedersehe.

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