Interview von Raymond A. Merriman mit Radio NIKKEI (Japan),
Donnerstag, 5. Dezember 2013

Liebe Leserinnen und Leser, hier sind meine Antworten, die ich im Rahmen eines Interviews am Donnerstagabend, 5. Dezember 2013, mit dem japanischen Rundfunksender Radio Nikkei gegeben habe. Ich glaube, das interessiert Sie. Die ersten sechs Fragen beziehen sich auf einen Rückblick auf das Jahr 2013, die dann folgenden Fragen 7-12 betreffen die Voraussagen für 2014.

 

Frage 1: Wie beurteilen Sie die Zeitqualität des Jahres 2013 aus astrologischer Sicht?

Aus meiner Perspektive war es in der internationalen Politik ein Jahr der verpassten Gelegenheiten. Wir hatten dieses wunderbare Grosse Wassertrigon von Jupiter, Saturn und Neptun, das im Juli 2013 wirksam war. Es verwies auf die Möglichkeit eines „grossen Deals“ über Haushaltsdefizite und in Bezug auf die Verringerung von Schulden, ein Deal, den Parlamentsabgeordnete in aller Welt hätten angehen können, insbesondere aber hier in den USA. Doch unglücklicherweise gab es diesbezüglich überhaupt keine Vereinbarung. Vielmehr erklärte der Präsident sogar, er werde nicht einmal verhandeln.

Gleichwohl gingen die Schulden durch Rekordeinnahmen bei den Steuern deutlich zurück. Das hatte ich ebenfalls für 2013 vorhergesagt. Allerdings hatten wir am Ende eine gefährliche Spaltung: nämlich unterschiedliche Ansichten über das, was für eine Schulden- und Steuerverminderung zu tun sei. Und obwohl der Prozentsatz des Haushaltsdefizits sank, hat es sich in absoluten Zahlen allenthalben vergrössert. Das heisst, die Schulden wachsen weiterhin.

Und jetzt, von August 2013 bis Mai 2014 gilt, dass die astrologischen Konstellationen deutlich herausfordernder sind als zuvor.

 

Frage 2: Können Sie für das noch laufende Jahr 2013 (Januar bis November) einige typische Ereignisse nennen, die mit Ihren Vorhersagen übereinstimmen?

Für mich war es ein verrücktes Jahr, denn ich habe nicht vorausgesehen, dass die Aktienmärkte nach Juli 2013 anziehen würden. Das habe ich verpasst, oder vielmehr, ich habe nicht daran gedacht, dass das Uranus/Pluto-Quadrat mit der massiven Marktintervention des Federal Reserve Board eher bullisch für den Aktienmarkt verlaufen werde und nicht zu dem Abschwung von 20% und mehr führen würde, den ich erwartet hatte. Ich glaube nach wie vor, dass ein Abschwung geschehen wäre, wenn das FED nicht so viel Geld in seine Programme der quantitativen Lockerung gepumpt hätte. Und sobald das FED hier einen Rückzieher macht, wird es nach meinem Gefühl sehr schnell zu einem Abschwung um über 20% kommen und möglicherweise auch 50%.

Aber was alle anderen Vorhersagen angeht, die ich gemacht habe, fühle ich mich ausgesprochen gut, insbesondere bei folgenden sehr genauen Prognosen:

1. Die USA werden bis Juli 2013 Rekordeinnahmen beim Steueraufkommen verzeichnen. Das war genau so der Fall.
2. Die Wohnungspreise und der Grundstücksmarkt legen zu. Es gab hier ein ausgezeichnetes Jahr 2013, vor allem bis Mitte 2013. So hatte ich es vorhergesagt.
3. Die Skandale in der Obama-Administration begannen, wie prognostiziert, ab Februar 2013. Obama erlebte einen Skandal nach dem anderen. Das ging von den Bengasi-Enthüllungen bis zum IRS, von der Datenspionage beim NSA bis zum Desaster beim Start von Obamacare. Hier musste Obama seine Zusage zurücknehmen, dass die Leute bei ihrer bisherigen Krankenversicherung und ihren bisherigen Ärzten bleiben könnten, wenn sie das für richtig hielten. Dies erwies sich als falsch und führte zu einem plötzlichen und scharfen Umschwung in den öffentlichen Zustimmungswerten für die Obama-Administration. Obama hat das Vertrauen der Leute aufgrund dieser unwahren Behauptungen verloren. Die Amerikaner mögen keine Politiker, die ihre Zusagen nicht einhalten können.
4. Die Wettervorhersage für die Periode in diesem Jahr und der preissenkende Effekt für die Ernte 2013 waren ebenfalls recht genau vorhergesagt worden.

Dies sind nur einige wenige Vorhersagen, die ich für 2013 gemacht habe und die ausgesprochen korrekt gewesen sind. Das hilft mir natürlich, meine Schlappe im Hinblick auf die nicht korrekt vorhergesagten US-Aktienkurse nach Juli 2013 zu verschmerzen.

 

Frage 3: Bei Ihrem letzten Interview mit uns im Juni haben Sie erklärt, dass wir insbesondere auf das seltene Grosse Trigon von Jupiter, Saturn und Neptun, am exaktesten vom 17. bis 19. Juli, achten sollten, und ebenso auf das T-Quadrat von Jupiter, Uranus und Pluto von August 2013 bis Sommer 2014. Können Sie hier einige wichtige Entwicklungen aufgreifen?

Das Grosse Trigon fiel zusammen mit den unerwarteten Einkünften in den USA aus dem Steueraufkommen. Dies half, das Haushaltsdefizit von über 1 Billion US-Dollar für jedes der vergangenen vier Jahre auf etwa 680 Milliarden Dollar zu senken. Das wurde um diese Zeit bekannt. Es war zugleich nahe bei dem Tief der Getreidepreise aufgrund der sehr guten Wetterbedingungen, wie vorhergesagt. Unglücklicherweise geschah sonst nicht sehr viel Günstiges, wie man es an sich mit dieser Konstellation in Verbindung bringt.

Das T-Quadrat von Jupiter, Uranus und Pluto war deutlich dominanter. Es hat sich auf folgende Weise manifestiert, und es ist nach wie vor aktiv:
1. Als das FED andeutete, dass es eventuell seine Marktintervention verschlanken werde, gab es auf dem Aktienmarkt einen scharfen Ausverkauf. Ein Crash steht bevor, wenn das FED diesen Verschlankungsprozess nicht sorgsam einleitet.
2. Die Website für die bezahlbare Krankenversicherung brach zusammen, als sie gestartet wurde. Das führte zu politischen Unruhen und zur Forderung nach Rücktritten.
3. Viele Länder erleben derzeit soziale und politische Unruhen – zum Beispiel Thailand, Syrien, Irak und die Ukraine. Andere Staaten sind miteinander in Auseinandersetzungen geraten wie zum Beispiel China und Japan, und ebenso die USA und Israel.
4. Die Online-Spionage ist zu einem grossen Thema geworden, nachdem die Privatsphäre der Menschen durch die NSA verletzt worden ist. Es wurde sogar bekannt, dass die NSA die deutsche Kanzlerin Angela Merkel ausspioniert hat.
5. Es handelt sich um eine Phase, in der Vertuschungen staatlicherseits aus den letzten drei Jahren aufgedeckt werden, zum Beispiel, wie das IRS mit konservativen Non-Profit-Organisationen umgegangen ist.
Es gibt noch viel mehr, etwa die Tatsache, dass die Welt weiterhin ein gefährlicher Ort bleibt. Da laufen einzelne Leute Amok und Staaten unterstützen den Terrorismus. Das führt zur Gefährdung menschlichen Lebens.

 

Frage 4: Die Genauigkeit Ihrer kritischen Umschwungdaten war ausgezeichnet! Zum Beispiel:

Jedes dieser Jahrestiefs bzw. Jahreshochs und jedes Umschwungdatum waren perfekt! Könnten Sie Ihre kritischen Umschwungdaten für 2013 nochmal näher erläutern?

Danke, Sie haben mir eine Menge Arbeit abgenommen. – Allerdings: Das Dreifachtief beim DJIA am 24. Juni, 28. August und 9. Oktober trat jeweils in der Nähe kritischer Umschwungdaten ein, besonders für die beiden letztgenannten Fälle. Das Jahreshoch bis jetzt war am 29. November, nur einen Tag nach einem weiteren in den „Voraussagen“ genannten Umschwungdatum.

Das letzte Hoch bei Gold, bevor es den Zusammenbruch gab, war am 21. März bei 1617. Es trat innerhalb eines Tages um ein kritisches Umschwungdatum ein. Die grosse Rallye nach dem Tief bei Gold und Silber am 28. Juni endete am 28. August, ebenfalls innerhalb von zwei Tagen um unser kritisches Umschwungdatum vom 26. August.

Die beiden Tiefs vom 2. April und 13. Juli bei Dollar/Yen, die das Jahreshoch vom 23. Mai flankieren, traten innerhalb von zwei bzw. drei Tagen um ein kritisches Umschwungdatum ein, das wir in den „Voraussagen für 2013“ angegeben hatten. Das galt ebenso für das Hoch vom 23 Mai. Wir wollen sehen, ob das nächste Umschwungdatum 20. - 23. Dezember ebenfalls treffend ist. Die Tiefs des Doppeltiefs bei 1,3745 und 1,2754 für den Euro vom 4. April und vom 9. Juli waren vier Tage bzw. einen Tag entfernt von einem kritischen Umschwungdatum für Währungen, das wir ebenfalls in den „Voraussagen“ des vergangenen Jahres angegeben hatten.

Das Jahreshoch bei der neuen (Januar) Soja-Ernte trat am 27. August 2013 ein. Dies war ein exaktes kritisches Umschwungdatum für Getreide im letzten Jahr. Einen Tag später kam es zum Jahreshoch bei Rohöl, was wir für den 26. August festgeschrieben hatten, genau zwei Tage davor.

Damit haben alle diese Daten, die wir aufgeführt hatten, erarbeitet gegen Ende November 2012, wirklich ausgezeichnet funktioniert!

 

Frage 5: Ihre Vorhersage für den NIKKEI 225 für 2013 war sehr eindrücklich. Sie erwähnten in Ihrem letzten Interview vom Juni, dass es bärisch wäre, wenn der Nikkei eine Rallye über 15.942 im nächsten Monat, also im Juli, verfehlen würde. Genau das trat ein. Als das Interview im Juni ausgestrahlt wurde, waren die meisten Investoren in Japan noch bullisch und glaubten, dass der NIKKEI 225 über dieses Jahreshoch vom 23. Mai bei 15.942 hinauswachsen werde. Ist der Grund dafür, dass der NIKKEI 225 diese Marke von 15.942 nicht durchbrechen konnte, geokosmisch oder zyklisch oder beides?

Die Gründe hierfür sind eher geokosmisch als zyklisch, denn das fand unter der dritten Passage des Uranus/Pluto-Quadrats statt. Insgesamt gibt es zwischen Juni 2012 und März 2015 sieben Passagen dieses Quadrats. Wir kommen jetzt zu der Zweifachspitze, die wir erleben wollten, und wenn es diesmal daneben geht, haben wir ein technisches Chart-Muster, das bärisch ist, und zwar für die Tiefs im 3-Jahres- und 6-Jahres-Zyklus, welche 2014 fällig sind.

 

Frage 6: Ich denke, dass die bullische Tendenz beim DJIA in diesem Jahr eine der am wenigsten erwarteten Entwicklungen auf den Weltmärkten gewesen ist. Können Sie uns Ihre Perspektive und ihre Gedanken in Bezug auf Ihre Vorhersage geben und in Bezug auf die Kursbewegung beim DJIA?

Ja, hier habe ich nicht richtig vorhergesagt, denn ich hatte nicht erwartet, dass es nach Mai ein neues Hoch geben werde, und sicherlich nicht nach Juli. Es gibt nichts, was ich in Bezug auf eine Vorhersage auf der Basis geokosmischer Konstellationen verändern würde, denn die Konstellationen waren, wie ich meine, für Aktien bärisch und sind es weiterhin. Aber was kann man machen, wenn die Zentralbanken Interventionspolitik betreiben und grosse Mengen von Sicherheiten erwerben? Schliesslich sind die Kurse eine Funktion von Angebot und Nachfrage, und mit einer Unterstützung des Marktes von 85 Milliarden Dollar im Monat ging es nicht so weit abwärts, wie ich gedacht hatte. Darum gilt, dass die Konstellationen funktioniert haben - in der Wirtschaft und in der Politik lief es bärisch, und es war sogar in China und in Hongkong bärisch. Aber ja, bei dem US-Aktien bin ich überrascht worden.

 

Die Fragen 7-13 beziehen sich auf die „Voraussagen für 2014“. Das Interview berücksichtigt den Stand vom 20. November.

 

Frage 7: Ab jetzt möchten wir Fragen in Bezug auf das Jahr 2014 stellen. Welche geokosmischen Konstellationen 2014 würden Sie als besonders beachtenswert einstufen?

Hier geht es insgesamt um Jupiter, Uranus und Pluto in ihrer sehr genauen kardinalen T-Quadrat-Stellung, wirksam von August 2013 bis April 2014. Weiterhin geht es um die aufeinanderfolgenden Rückläufigkeitsperioden von Venus, Merkur und Mars, insgesamt vom 21. Dezember 2013 bis 20. Mai 2014. Wir müssen für diese ganze Phase von einer möglichen Korrelation mit grösseren Ereignissen ausgehen. Da geht es um Veränderungen in der Wirtschafts- und Bankenpolitik, und ebenso um Umschwünge bei Langzeitzyklen auf verschiedenen Finanzmärkten. Die geokosmischen Bedingungen sind aussergewöhnlich, und alle Konstellationen korrelieren mit grösseren Ereignissen und Veränderungen in der Politik und auf Finanzmärkten. Danach sieht es so aus, als könnte es ein bisschen ruhiger werden, jedoch nicht gänzlich, solange Uranus und Pluto weiterhin im Quadrat zueinander stehen. Das endet erst im März 2015.

Aber innerhalb dieser Phase von August 2013 bis Mai 2014 sind die wichtigsten Zeiten binnen einer Woche um den 20. - 22. April herum und dann um den 20. Mai. Es gibt weitere grosse Tage in diesem Jahr, wie zum Beispiel die erste Januarwoche, aber die hier genannten Phasen sind aus geokosmischer Sicht die stärksten.

 

Frage 8: Dies ist die wichtigste Frage. Können Sie uns entsprechend Ihrer Perspektive auf den Aktienmarkt in Tokio (Nikkei 225) Empfehlungen geben? Wird der Nikkei 225 über sein Hoch von 2013 hinaus gelangen?

Es besteht die gute Möglichkeit, dass der Nikkei das schafft, besonders nachdem das Verhältnis von Dollar und Yen für den Dollar so bullisch ist und nachdem der Nikkei diesem Währungstrend gefolgt ist. Allerdings, die Zyklen sagen auch, dass eine Spitze jederzeit eintreten kann.

Die 2-, 3- und 6-Jahres-Zyklen beim japanischen Nikkei sind für eine Spitze Ende 2013 bis Mitte 2014 fällig. Dann folgt ein sehr scharfer Abschwung auf die entsprechenden Tiefs, die 2014 oder 2015 bevorstehen. Der Nikkei erreicht seine Spitze eventuell in einem Doppeltop-Muster mit einem Hoch zwischen 15.500 und 16.500, oder er explodiert deutlich höher, auf 17.241 +/- 1075, eventuell sogar auf 23.425 +/- 1804. Allerdings, wenn die Zyklen wirksam sind, so ist danach ein sehr scharfer Abschwung auf die Tiefs dieser Zyklen fällig, zurück auf die Zone um 12.400 oder noch tiefer, um 40-50% oder mehr gegenüber den zuvor erreichten Hochs.

Solange der Nikkei nicht ein Muster von tieferen primärzyklischen Tiefs und tieferen primärzyklischen Spitzen ausbildet, weist der Trend nach oben und Trader können bullisch bleiben. Allerdings, sobald sich dies umkehrt (fortlaufend niedrigere Hochs und niedrigere Tiefs auf primärzyklischer Ebene), sollten Sie zu bärischen Strategien übergehen. Die Lage ist noch nicht sicher, so dass man kaufen und für lange Zeit halten würde - und es wird so unsicher bleiben, bis ein Ausverkauf geschieht und sich ein Tief ausbildet, idealerweise 2014/2015.

 

Frage 9: Auch dies ist eine wichtige Frage - können wir Ihre Perspektive auf die Währungsmärkte erfahren, insbesondere was Dollar/Yen angeht sowie den Euro?

Ich glaube, dass der US-Dollar stärker wird. Das bedeutet, dass der Yen fällt. Mein unmittelbares Kursziel liegt hier bei 106,40 +/- 1,25, und schlussendlich aufwärts bei 113,52 +/- 4,48. Jeder Abschluss unter 96,00 setzt diese Perspektive aufs Spiel.

Der Euro überrascht mich mit seiner derzeitigen Stärke. Ich erwarte, dass er in Bezug auf den US-Dollar erneut unter 1,2800 fällt. Wenn allerdings der Euro über 1,3900 klettert, könnte er eine bedeutende Widerstandszone bei 1,4400-1,4550 testen. Schliesst der Euro darüber ab, können wir einen Run gegen den Dollar erleben und einen Test der Allzeit-Hochs beim Euro, eventuell bis auf die Zone 1,8000. Wenn das eintritt, dann scheitert mein Kursziel zur oberen Seite hin für Dollar/Yen.

Vorerst aber rechne ich mit dem politischen Zyklus beim US-Dollar und dass es für den Dollar bullisch läuft, wie das normalerweise unter einem demokratischen Präsidenten im Weissen Haus der Fall ist. Obama ist ein Demokrat. Wenn die Demokraten regieren, geht das normalerweise mit einem starken Dollar einher.

 

Frage 10: Bitte geben Sie uns Ihre Sicht für die im folgenden einzeln genannten Märkte.

a. US-Aktienmärkte (DJIA, NASDAQ).
Ich gebe hier gerne meine Perspektive auf jeden der genannten Märkte weiter, aber bitte darum, dass Sie für weitere Einzelheiten die „Voraussagen für 2014“ heranziehen. Dort werden alle Märkte detailliert erörtert, mit ausführlicher Bezugnahme auf Umschwungdaten und Wendepunkte. Das Buch ist in Japan noch im Dezember über Toshi Nippou erhältlich.
Was Aktien angeht, bin ich bärisch gestimmt und erwarte einen grossen Abschwung, der jederzeit bis Mai eintreten kann und der eventuell auch bis Mai abgeschlossen ist. Solange aber das Federal Reserve Board weiterhin auf Finanzmärkten interveniert, habe ich keine andere Wahl, als bullisch zu bleiben. Wenn das FED mit einer Verschlankung beginnen sollte oder auch nur andeutet, dass das der Fall sein werde, dann, so glaube ich, kann der DJIA schnell um 20-50% abwärts gehen. Aber auch wenn sich die Aufmerksamkeit der Investoren auf die Drohung politischen Aufruhrs und sozialer Unruhe verlagert - eine sehr reale Möglichkeit, solange Uranus und Pluto im Quadrat zueinander stehen -, könnte der DJIA in der Folge 2014/2015 einen solchen Abschwung nehmen.
Wenn nichts davon eintritt - keine Verschlankungspolitik des FED, keine Reduktion der Marktintervention, kein politischer Aufruhr, keine sozialen Unruhen -, wird der DJIA weiterhin steigen. Meine Meinung? Eines von diesen Dingen, oder etwas anderes Unerwartetes wird kommen, und der DJIA wird zumindest um 3000 Punkte abwärts gehen, vielleicht sogar um 8000 Punkte, bevor Uranus und Pluto ihre Quadratstellung im März 2015 verlassen. Beim NASDAQ kann der Abschwung noch stärker sein, jedenfalls in Prozenten. Eventuell geht es hier um 30-75%!

b. Gold und Silber
Der Schlüssel ist das Tief vom 28. Juni bei 1179,40 für Gold sowie bei 1817 für Silber. Wenn beide Werte durchbrochen werden, kann es bis zum 20. Mai 2014, wenn Mars wieder direktläufig wird, noch viel stärker abwärts gehen. Wenn aber eines der Edelmetalle über diesen Tiefs hält und sich bis Mitte Januar ein Tief ausbildet, kann es sehr bullisch werden, denn der 12,5-Jahres-Zyklus steht nun vor seiner Vollendung. In diesem Fall können Gold und Silber in den nächsten zwei Jahren noch auf neue Allzeit-Hochs steigen.
In jedem Fall ist meine Perspektive, dass das Tief bei beiden Metallen bis Ende Mai 2014 erreicht ist. Dann beginnt eine weitere kräftige bullische Marktentwicklung bei Gold und Silber.

c. Rohöl
Ich gehe davon aus, dass Rohöl 2014 zurück auf 75,00-85,00 pro Barrel fällt und dass Rohöl bis Mitte 2015 eventuell sogar die Region um 50,00 testet. Ein Abschluss über 100 würde ein Umdenken bei mir anregen und zunächst eine Bewegung auf 125 +/- 11 nahelegen. Dann käme der schon genannte Abschwung.

d. Getreide
Ich gehe davon aus, dass Getreide bullisch ist, zumal nach Mai 2014. Mais und Soja werden neue Allzeit-Hochs erreichen bzw. testen. Der Sommer 2014 dürfte trocken und heiss werden, Dürre-Bedingungen spielen eine Rolle. Getreidearten können somit bis Anfang 2015 im Preis steigen.

e. Unglücke, Erdbeben, Tsunamis
Jawohl, diese Entwicklungen sind während der ganzen Kardinalen Klimax 2008 bis 2015 Gegenstand von Besorgnis gewesen. Immer wenn Uranus und Pluto in starken Aspekten zueinander stehen, steigt die Wahrscheinlichkeit von lebensbedrohenden Naturkatastrophen, aber auch von tödlichen menschengemachten Katastrophen. Die Bedrohung hält an, besonders vom 15. Dezember 2013 bis zum 25. Mai 2014. In den „Voraussagen für 2014“ erläutern wir mehr ins einzelne gehende Daten, zu denen solche Bedrohungen relativ am stärksten sind.

 

Frage 11: können Sie uns Ihre Perspektive für 2014 auf die US-Regierung, den Kongress und den Präsidenten Obama erläutern?

Alle genannten politischen Institutionen befinden sich in sehr herausfordernden Zeiten.

Das kardinale Grosse Quadrat vom 20. bis 20. April 2014 fällt genau auf das Quadrat von Sonne und Saturn im US-Radix-Horoskop. Die Sonne steht für den Präsidenten, der Saturn für den Kongress und die Regierung. Dieses Grosse Quadrat führt dazu, dass die Öffentlichkeit den Präsidenten und die Regierung zunehmend mehr verachtet. Mit den Zwischenwahlen im November 2014 bietet sich die ausgezeichnete Möglichkeit, dass viele Abgeordnete, eventuell eine Mehrheit, die erneut kandidieren, ersetzt werden, ob es sich nun um Demokraten oder Republikaner handelt. Die Öffentlichkeit ist an ihre Grenze der Enttäuschung gelangt, was Weisses Haus und Kongress angeht. Die Situation kann sehr unübersichtlich und gefährlich werden, wenn klar wird, dass sich die Zusagen des Präsidenten im Hinblick auf geringere Raten für die Krankenversicherung als unwahr erweisen, wie es mit so vielen seiner Zusagen bei der Krankenversicherung gewesen ist. Ich erinnere nur an die Aussage „Sie können bei ihrer derzeitigen Versicherung bleiben, wenn Sie das wünschen. Punkt.“ Und: „Sie können bei Ihrem bisherigen Arzt bleiben, wenn Sie das wollen.“ Es zeigt sich, dass nichts davon wahr ist, und dass die Verwaltung das wusste, als Obama das Versprechen abgab.

Obama selbst steht unter einem gespannten Neptun-Transit zu seinem Geburtshoroskop, und zwar von März 2013 bis März 2015. Mit diesem Aspekt zeigt sich, dass Vertrauen und Verlässlichkeit von Obama beschädigt sind. Wenn dieser Aspekt nicht erfolgreich bewältigt wird - wenn also Obama nicht aufrichtig gewesen ist -, dann verliert er in grossem Masse seine Glaubwürdigkeit und Skandale folgen auf dem Fuss. Dies läuft seit März 2013 und dauert wahrscheinlich bis 2014 und sogar 2015.

Hier kann eigentlich nicht viel getan werden. Damit man etwas zuwege bringt, benötigt man Vertrauen bei seinen Kollegen und Verbündeten. Für den Präsidenten bedeutet das, dass er sehr viel unternehmen muss, um den jetzigen Trend noch umzukehren. Ab Juli 2014 läuft der Jupiter durch sein Sonnenzeichen. Das kann ihm eventuell helfen, Vertrauen und Popularität zurückzugewinnen. Aber das kann ihn auch zu neuen Übertreibungen verleiten, die sich dann später als unwahr erweisen, und dieselbe Serie von Skandalen beginnt von neuem.

Nachdem Neptun derzeit so stark auf sein Geburtshoroskop wirkt und Neptun auch für Fantasie und Wahnvorstellungen steht, kann es Zeiten geben, wo seine Fähigkeit oder Bereitschaft, die Dinge realistisch zu erkennen und aufzufassen, angezweifelt wird.

 

Frage 12: Können Sie uns Ihren Standpunkt in Bezug auf das Federal Reserve Board und die monetäre und fiskalische Politik in den USA, der Europäischen Union und Japan darlegen?

Das FED versucht eventuell, während der Rückläufigkeitsperioden zwischen 21. Dezember 2013 und 20. Mai 2014 eine Verschlankungspolitik zu verfolgen. Aber da Venus, Merkur und Mars alle direkt nacheinander rückläufig sind, glaube ich nicht, dass das funktioniert. Man wird diese Idee wieder fallen lassen, sobald der Aktienmarkt nach unten geht und die Währungsmärkte sehr unregelmässig verlaufen.

Ich kann nicht erkennen, dass Europa oder Japan ihre Anstrengungen aufgeben, die Zinsen niedrig zu halten und auf ihren eigenen Finanzmärkten zu intervenieren sofern nötig, damit die Währungen niedrig und für den Handel wettbewerbsfähig bleiben bzw. werden. All das hängt aber vom Verbraucher in den USA ab, und von der Bereitschaft der Verbraucher, Ausgaben zu tätigen. Eine Stärkung des Dollars in diesem Zusammenhang wird Japan und Europa helfen.

Das Problem ist allerdings das fehlende Wachstum, das umso mehr unterbunden wird, wenn diese Länder versuchen, ihre Steuern anzuheben. Die werden dann als „Gebühren“ ausgewiesen. Das führt nur dazu, dass den Verbrauchern das Geld fehlt. Das verhindert allenthalben Ausgaben und Verbrauch. Diese Kurzsichtigkeit auf Seiten der politischen Führungen führt dazu, dass die Weltwirtschaft nur langsam wächst. Das liegt in der Natur von Pluto in Steinbock.

Kurz gesagt, glaube ich, dass die Zentralbanken in der ersten Hälfte 2014 kühne Schritte unternehmen wollen. Aber man lässt das dann bleiben, wenn man erkennt, wie zerstörerisch das auf die Finanzmärkte wirkt.

 

Frage 13: Am Ende dieses Interviews - welche Botschaft möchten Sie unseren Investoren für 2014 mit auf den Weg geben?

Es ist derzeit nicht leicht, Investor zu sein, vor allem nicht in der ersten Jahreshälfte 2014. Mein Rat bleibt derselbe wie in den letzten fünf Jahren: Schützen Sie Ihr Kapital! Machen Sie sich klar, dass die Staatsmänner in aller Welt und die Bankenführungen ihre jeweilige Politik sehr schnell ändern können. Dann werden die Finanzmärkte in scharfe und schnelle Umschwünge getrieben, zumal ab jetzt bis Mai 2014. Es ist wahrscheinlich das beste, wenn Sie in sich selbst investieren, in Ihre eigene Firma. Es ist eine Zeit, in der man entweder Kurzzeit-Trader ist oder einfach beiseite steht und wartet, bis deutlich wird, was die jeweiligen Führungen tun wollen, um ein Umfeld zu schaffen, das eine wachstumsorientierte Wirtschaft begünstigt. Es kann grosse Bewegungen auf vielen Finanzmärkten geben. Diese grossen Bewegungen können in beide Richtungen verlaufen. Wenn Sie keine hohe Toleranz für das Risiko hegen, ist es vielleicht besser, bis nach Mai 2014 abzuwarten. Dann werden die Dinge etwas klarer. Bis dahin gibt es zu viele geokosmische Faktoren, die allesamt das Unerwartete nahelegen. Es ist eine Zeit, in der sich die Dinge plötzlich verändern. Und wenn Sie sich nicht auf der richtigen Seite befinden, können grosse Verluste die Folge sein. Wenn Sie auf der richtigen Seite stehen und in der Lage sind, rechtzeitig auszusteigen, dann JA! Dann sind auch grosse Profite möglich. Aber nachdem Uranus bis März 2015 so dominierend ist, und insbesondere bis Ende Mai 2014, weiss niemand genau, was es zu erwarten gilt, abgesehen natürlich vom Unerwarteten.

Und damit möchte ich schliessen. Ich wünsche Ihnen allen ein glückliches, erfolgreiches und sicheres Neues Jahr.

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