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Die rosarote Brille der Jupiter/Neptun-Konjunktion und die Börsentrends bis 2010
4. Juni 2009
Ungefähr alle 72–90Jahre erfahren die Finanzmärkte einen ernsthaften Zusammenbruch,
und es werden wichtige wirtschaftliche und politische Reformen in vielen Ländern eingeführt.
Ungefähr alle 72–90Jahre konstelliert sich am Himmel eine wichtige Spannungsfigur zwischen
den Planeten Saturn, Uranus und Pluto in kardinalen Zeichen, die wir als kardinale Klimax bezeichnen.
Beide Phänomene ereignen sich gemeinsam, und sie sind auch von 2008 bis 2015 wirksam.
Letztmals war dies von 1929 bis 1934 der Fall. Im 19.Jahrhundert gab es zwischen 1841
und 1852 zwei Perioden, in denen sich Saturn und Pluto in kardinalen Zeichen befanden
und Uranus entweder Ende Fische oder im kardinalen Widder-Zeichen. Beide Male waren
die Entwicklungen der britischen und der amerikanischen Wirtschaft und Börse bemerkenswert.
1842 bildeten beide Börsen ein Tief, nachdem sie nach dem Hoch von 1834/35 80% ihres
Wertes eingebüsst hatten. Dies folgte dem Zusammenbruch der Eisenbahn-Aktienblase, die
das Resultat extremer Spekulation war. Bis Anfang der 1850er-Jahre hatten die meisten
Börsen die Verluste wieder wettgemacht, und die Kurse erreichten wieder die Werte von
1835. Danach kam es jedoch erneut zu einem Zusammenbruch, mit einem Verlust von 60 bis
65% des Wertes, was in die wirtschaftliche Depression des Jahres 1857 ausmündete (siehe Abb.1)

Abbildung 1
Der Durchschnitt der beiden Tiefs von 1842 und 1857 fällt auf die Zeit von zirka 1850.
Addiert man dazu 80Jahre, so kommt man auf das Jahr 1930 – die Zeit der nächsten grossen
Wirtschaftskrise. Eine weitere Addition von 80Jahren führt zum Jahr 2010.
Der Uranus-Zyklus beträgt 84 Jahre und zeigt eine beachtliche Korrelation mit grossen
Wirtschaftskrisen, umso mehr, als er im Widder-Zeichen alle
80Jahre einen markanten Aspekt zum Pluto bildet: im Jahre 1850
eine Konjunktion, 1930 ein abnehmendes und 2010 ein zunehmendes
Quadrat. Dass im Übrigen Krisen häufig bereits mit Uranus in
Fische beginnen, ist nicht verwunderlich, wenn man bedenkt,
dass das Fische-Zeichen in wirtschaftlicher Hinsicht mit
Übertreibungen, Illusionen und Blasenbildungen zu tun hat
und das Ende des Tierkreises anzeigt, wobei mit dem Übergang von
Uranus ins Widder-Zeichen ein Neubeginn möglich wird. Damit sind radikale Veränderungen verbunden.
Im Übrigen entspricht die Periodizität von 80Jahren vier Jupiter/Saturn-Zyklen (jeweils
20 Jahre von Konjunktion zu Konjunktion bzw. von Opposition zu Opposition). Zu Beginn der
ungeraden Dekaden ereignet sich jeweils eine Opposition. Eine solche fand 1931 auf der
Krebs/Steinbock-Achse statt, mit Jupiter Konjunktion Pluto Opposition Saturn und Quadrat
Uranus. Die nächste Jupiter/Saturn-Opposition von 2010/11 findet zunächst im Mai 2010
Ende Fische/Ende Jungfrau und gleich danach Anfang Widder/Anfang Waage statt, mit
Jupiter in weiter Konjunktion zum Uranus und einer Jupiter/Saturn-Opposition Quadrat
Pluto. Dies aktiviert erneut Ende und Anfang des Tierkreises.
Bekanntlich werden bei jeder Opposition die Früchte dessen sicht- und greifbar,
was bei der Konjunktion begonnen wurde. Die letzte Jupiter/Saturn-Konjunktion ereignete
sich im Frühjahr 2000 im Stier-Zeichen im Quadrat zum Uranus in Wassermann. Das Thema
wäre damals gewesen, Wirtschaft und Börse auf ein stabiles Fundament und ein sicheres
Wertesystem zu stellen. Die Internetbörsen begannen jedoch zu stürzen – dies aufgrund
der Überbewertung der «Clicks» im Vergleich zu den «Bricks» (Backsteinen) – und zogen
kurz danach auch die anderen Börsen nach. Dabei setzte sich der erfinderische Uranus
in Wassermann gegen das vorsichtige Stier-Zeichen – mit Jupiter und Saturn in Stier –
durch. Man könnte auch sagen, dass Stier-Prinzipien für erfinderische und spekulative
Uranus-Zwecke eingespannt wurden. Jedenfalls erfuhren Ende 2000 und 2001 die Zinsen in
den USA massive Senkungen, was zu einem rapiden Anstieg der Häuserpreise führte, die
inflationsbereinigt zwischen 1999 und 2005 auf über das Doppelte hochschnellten.
Mit Uranus in Fische ab 2003 entstand – wie bereits in den 1920er-Jahren – eine
gewaltige Schuldenblase, indem Häuser in den USA bis zu 100% ihres (bereits spekulativen)
Wertes belehnt werden konnten, und als die Häuserpreise bereits am Sinken waren,
wurde – unter Vorspiegelung falscher Tatsachen – auch Bevölkerungsgruppen, die gar
nicht in der Lage waren, normal berechnete Hypothekarzinsen zu bedienen, sogenannte
Subprime-Hypotheken angedreht. Dies wurde dadurch möglich, dass die Hypotheken
von den Instituten, die sie verkauften, gebündelt und nichtsahnenden Anlegern
und unvorsichtigen Banken als sichere (TripleA) Papiere weitergereicht werden
konnten. Ähnliches geschah im Bankenbereich über die Absicherung von Kreditrisiken
durch Institute, die zwar gerne bereit waren, die Prämien für die Versicherung zu
kassieren, sich jedoch keinen Deut darum kümmerten, ob sie in der Lage sein würden,
im Falle einer Beanspruchung der von ihnen angegebenen Zusagen diese zu erfüllen – mit
anderen Worten: ob sie zu diesem Zeitpunkt noch da sein würden, wenn nicht der Staat
sie vor dem Konkurs rettet. Ein solches Beispiel liefert der Fall des Versicherungsinstituts
AIG, dessen Rettung die amerikanischen Steuerzahler bereits Hunderte von Milliarden
Dollar gekostet hat.
Abbildung 2 zeigt den Zusammenhang zwischen Zinssenkungen und Immobilienblase. Man sieht,
wie die US-Zinsen (FED-Satz in %), welche in der Vergangenheit mit Ausnahme einer Phase
zwischen 1992 und 1995 immer mindestens 6% betragen hatten, ab 2001 scharf auf die Hälfte
und weniger abgesenkt wurden, was durch billige Hypotheken die Häuserpreise, die bereits
seit 1997 stiegen, massiv in die Höhe trieb. Setzt man den inflationsbereinigten
Hauspreisindex der amerikanischen Immobilien per 1975 auf 100, gab es zwischen 1975 und
1997 lediglich Schwankungen zwischen 100 und 135%. 1997 hatte sich der Index auf 100
zurückgebildet, dem gleichen Stand wie 1975. Nun begann ein fulminanter Anstieg, der
bereits 2001 mit einem Index von 135 wieder auf die Höchstwerte der letzten 30Jahre
führte. Genau zu diesem Zeitpunkt wurden die Zinsen gesenkt, und die Gelder, die früher
in einen lohnenden Aktienmarkt investiert wurden, heizten die Immobilienblase an, die
bis 2005 zu einer Steigerung des Index auf 230 führte, mehr als das Doppelte des Jahres
1997. Die amerikanischen Hausbesitzer, die die Mehrzahl der US-Konsumenten ausmachen,
fühlten sich reich und refinanzierten Hypotheken, indem sie mehr Geld zu tieferen Zinsen
aufnahmen, was die Wirtschaft ankurbelte. Deren Wachstum seit der zweiten Hälfte der
90er-Jahre beruht somit grösstenteils auf aufgeblähten Immobilienwerten, die bei den
Amerikanern den falschen Eindruck auslösten, vermögend zu sein. Inzwischen ist der Index
auf 150 zurückgefallen, dem Stand des Jahres 2002, wobei die Abwärtsentwicklung damit noch
nicht beendet ist.

Abbildung 2
Dieser kurze Überblick soll dazu dienen, besser zu verstehen, wie Blasen entstehen. Die
Entwicklung an der US-Börse verlief im Übrigen ähnlich, indem die Tiefstände von Anfang
März 2009 in etwa die Tiefstwerte des Jahres 2002 reproduzierten. In diesem Fall hiess
dies auch, dass nominal in etwa die Kurse des Jahres 1997 repliziert wurden, der Stand
von vor zwölf Jahren. Nicht umsonst spricht man im Zusammenhang mit Aktienanlagen von
einem «verlorenen Jahrzehnt».
War die Krise vorhersehbar?
Die meisten Finanzanalysten im Dienste der Banken meinen, dass dies nicht der Fall war.
Ganz besonders trifft dies auf jene Banken zu, die aktiv beteiligt waren an der Zusammenstellung
und am Verkauf von verbrieften Subprime-Produkten, welche von Ratingagenturen in ihrem
Auftrag mit Höchstnoten bewertet wurden. Es gibt aber auch viele Banker, die die Entwicklung
nicht durchschauen konnten, weil sie verlernt hatten, in Zyklen zu denken. Natürlich
wurde die Negierung grösserer Rhythmen und Zyklen auch durch pekuniäre Interessen der
Banken gefördert, die sonst Mühe gehabt hätten, ihre Produkte wie zum Beispiel Fonds
zu verkaufen. Man muss aber auch der Finanzpresse, die eigentlich zu unabhängigen Analysen
fähig sein sollte, den Vorwurf machen, dass sie nicht aufklärte. Andererseits lebt die
Finanzpresse natürlich von der Zusammenarbeit mit Banken, die Anzeigen schalten und
ihre Produkte inserieren, sodass Wirtschaftsjournalisten, die aus dem allgemeinen Konsens
ausscheren, riskieren, von ihrer Chefredaktion ermahnt zu werden. Die Presse lebt aber auch
davon, dass sie das schreibt, was die Leser gerne glauben, und es war in euphorischen Zeiten
häufig eine undankbare Aufgabe, vor bevorstehenden Gefahren zu warnen.
Es gab jedoch einige Querdenker, die dies taten und die von vielen belächelt wurden. Sie
erfreuen sich heute grosser Popularität, und man reisst sich um ihre Artikel und ihre
Vorträge. Dazu gehört Paul Krugman, der Kolumnist der NEWYORK TIMES, der 2008 mit dem
Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften ausgezeichnet wurde; im Weiteren Nouriel
Roubini und der Schweizer Marc Faber, um nur einige zu nennen. Solche Persönlichkeiten
prägen heute das Wirtschaftsdenken und die neuen Trends, nachdem sie lange Zeit ein Dasein
als Aussenseiter und lästige Spielverderber fristen mussten.
Es lässt sich allerdings feststellen, dass es nicht Wirtschaftsleute waren, sondern Astrologen,
die lange im Voraus vor der gegenwärtigen Krise warnten, dies unter präziser Terminierung des
Beginns der Krise und der zu erwartenden Probleme und Verwerfungen. Zuoberst auf dieser Liste
steht der amerikanische Astrologe Raymond A. Merriman, der bereits Ende 1994 im Buch
VORAUSSAGEN FÜR 1995 Folgendes schrieb:
«Die nächste in etwa vergleichbare Phase ist erst 2008 bis 2012 fällig […]. Die jetzigen
Konstellationen sind nicht so bewegt wie die Zeit zwischen 2008 und 2012, wenn Uranus in
Widder, Pluto in Steinbock (mit einem Quadrat von Uranus) und Saturn in Waage geht. Dies
ist dann das erste Mal seit 1929 bis 1931, dass diese drei Himmelskörper wieder in einem
T-Quadrat zueinander stehen. 1929 bis 1931 war weltpolitisch eine äusserst bewegte Zeit!
Wir können folgern, jedenfalls tue ich das, dass alles, was wir jetzt tun, schlicht eine
Entwicklung auf diese Phase hin ist.»
Solche Warnungen vor der Periode von 2008 bis 2012 bzw. 2008 bis 2015 wiederholte Merriman
in den folgenden Jahren in jeder seiner VORAUSSAGEN für das kommende Jahr. Besonders
aussagekräftig ist dabei die Beschreibung des Kräftespiels zwischen den involvierten Planeten
in VORAUSSAGEN FÜR 2005:
«Eine gleicherweise wichtige geokosmische Phase, bekannt als ‹grosse kardinale Klimax›,
wird bald eintreten. Von 2008 bis 2015 treten Saturn, Uranus und Pluto alle in kardinale
Zeichen ein und bilden untereinander Quadrat- bzw. Oppositionsaspekte. Der eigentliche
Eintritt in kardinale Zeichen findet 2008 bis 2010 statt, wenn jeder dieser Planeten
mit dem andern nahezu in ein T-Quadrat rückt. […] Es ist vergleichsweise selten,
dass diese drei Planeten untereinander im T-Quadrat Spannungsaspekte bilden. Das
letzte Mal war das 1931 mitten in der ‹Grossen Depression› der Fall. […] Der Umstand,
dass eine ähnliche Konstellation mit einer Erscheinung wie der ‹Grossen Depression›
zusammenfällt, liegt auch innerhalb der Themen, wie sie mit diesen Planeten in
diesen Aspekten gegeben sind. Saturn steht für die ‹Struktur einer Angelegenheit›,
wie etwa der Regierung, der Art und Weise, wie Menschen ihre Geschäfte betreiben,
usw., Uranus steht für den plötzlichen Schock, oftmals begleitet von unbedachter,
massiver Spekulation. Und Pluto steht für das Prinzip des Endes und des Wandels:
eine Zeit, in der viele Dinge enden und die Notwendigkeit eines Neuaufbaus
sichtbar wird. Pluto regiert überdies das Bankensystem oder, etwas genauer,
Schuldenangelegenheiten und die Unfähigkeit, eine Schuld mit den üblichen Mitteln
oder nach dem normalen Verfahren zu begleichen. Mit Pluto und Saturn im
Spannungsaspekt sind Panik und traumatische Erfahrungen im Feld der Wirtschaft
möglich. Oft gibt es einen Schuldenanstieg, einen Anstieg der Steuerlast.
Mit solchen Bedingungen ist der Stand der gesellschaftlichen Strukturen –
Regierung, Wirtschaft – bedroht. Es muss auf drastische Mittel zurückgegriffen
werden, um einer solchen Krise zu begegnen.»
Betreffend eigener Prognosen zur Periode von 2008 bis 2015 erinnere ich an den Kommentar
von Uwe Justus Wenzel, der in der Wochenendausgabe der NEUEN ZÜRCHER ZEITUNG vom 1./2.November
2008 über einen Futurologen-Kongress berichtete, der gerade in Luzern stattgefunden hatte,
und meinte:
«Frappierender noch ist eine Voraussage, die sich in einem Buch findet, das im Jahre 2002
erschienen ist und das einer in Luzern nicht vertretenen Sparte der Zukunftsforschung
entstammt: Beginnend mit dem Jahr 2008 werde sich in der ökonomischen Sphäre Markantes
zutragen. Es sei mit der ‹Bereinigung unbefriedigender Handelsordnungen und
Wirtschaftssysteme› zu rechnen, ‹vielleicht auch verbunden mit einer Erneuerung des
Bankenwesens. […] Auch könnte eine Tendenz zu mehr Staat und höheren Steuern aufkommen.›
Diese Prognose gewagt haben Claude Weiss und Verena Bachmann in ihrem Buch ‹Pluto. Eros,
Dämon und Transformation›. Pluto ist zu Beginn des Jahres 2008 in das Zeichen des
Steinbocks getreten – eine Konstellation, die noch bis zum Jahr 2024 andauern wird.»
Im erwähnten Buch aus dem Jahre 2002 ist im Weiteren Folgendes zu lesen:
«Aus zyklischen Betrachtungen erscheint in wirtschaftlicher Hinsicht jenes Szenario am
wahrscheinlichsten, dass zu Anfang der Zeit mit Pluto im Steinbock-Zeichen, wenn Saturn
gleichzeitig dazu ein Quadrat bildet – was Ende 2009 und 2010 der Fall ist – die Börse
einen Tiefpunkt erreicht und die Wirtschaft gedrückt ist.
Mit Pluto in Steinbock dürften wir es vermehrt mit Machtfragen zu tun haben, inklusive der
Auseinandersetzung, welche Staatsform die richtige und wie viel Überwachung erforderlich ist,
damit die Gemeinschaft gut funktioniert. Es geht um Kontrolle, und so besteht die Gefahr,
dass soziale Unterschiede zwischen Wohlhabenden und Benachteiligten bis zu einer solchen
Periode zunehmen, dann aber auch vehement thematisiert werden. […] Bei primitiverer Ausprägung
kommen Vorstellungen auf, man müsse mit Widersachern und Hindernissen radikal aufräumen,
‹damit die Welt wieder in Ordnung ist›. […] Im negativen Fall besteht die Gefahr, dass
mächtige Nationen ihre Macht missbrauchen, um kleinere Staaten wirtschaftlich zu unterdrücken
und am Gängelband zu halten. Auch könnte eine Tendenz zu mehr Staat und höheren Steuern
aufkommen. Die Frage, wie viel staatliche Kontrolle die Wirtschaft braucht, wird neu
gestellt werden, und es sind protektionistische Massnahmen zu befürchten, falls es zu
Situationen des Mangels kommt.»
Wir erkennen hier einige der Themen, die zurzeit die Auseinandersetzung zwischen der
Schweiz, Österreich, Luxemburg und den grossen EU-Ländern charakterisieren. Dass die
Schweiz mit ihrem Vorsorgemodell möglicherweise bessere Chancen hat, um über die Runden
zu kommen, legen im Übrigen folgende Zeilen des Buches nahe:
«Gesellschaftsmodelle, bei welchen vom Staat viel erwartet wird und die Menschen nicht
gelernt haben, für sich selbst zu sorgen, dürften in arge Schwierigkeiten kommen, weil
die versprochenen Leistungen nicht erbracht werden können und dann nach Schuldigen
gesucht wird.»
Dies betrifft auch das Thema der Überalterung:
«Die Staaten und Individuen, die Systeme entwickelt haben, die nicht primär auf den
Leistungen künftiger Generationen aufbauen, werden besser dastehen, als solche, die
zur Finanzierung der Pensionäre in erster Linie solche Umlagen in Anspruch nehmen. Es ist
mit Pluto in Steinbock nicht angebracht, zu viel vom Staat zu erwarten, während sich
Selbstdisziplin und eigene Vorsorge bewähren.»
Diese Beispiele zeigen, wie mit Hilfe der Astrologie weit im Voraus treffende Aussagen
über die Zukunft gemacht werden können.
Voraussagen, die zum Jahreswechsel für 2009 gemacht wurden
Wir haben gesehen, dass es mit astrologischen Methoden lange im Voraus möglich war, für
die Periode von 2008 bis 2015 eine wirtschaftlich schwierige Phase vorauszusagen, die, wie
man bereits heute feststellen kann, mehr Ähnlichkeiten mit der Krise zu Beginn der
1930er-Jahre hat, als uns lieb ist. Letzteres beleuchten verschiedene Zeitungen und Magazine,
die zwischen Mitte und Ende April 2009 erschienen sind, so zum Beispiel ein Artikel der
SONNTAGSZEITUNG vom 19. April 2009 mit dem Titel «Erschreckende Parallelen zu 1929» und dem
Leitkommentar: «Das bisschen Hoffnung, das derzeit die Märkte beflügelt, könnte bald wieder
verflogen sein. Denn so war es vor 80 Jahren schon einmal, Österreichs brenzlige Situation
inklusive.» Ein Artikel im SPIEGEL vom 27.April mit dem Titel «Wie schlimm wird die
Wirtschaftskrise die Deutschen treffen?» macht ebenfalls «unheimliche Parallelen» zur
Grossen Depression in den Jahren nach 1929 aus. Die heutige Krise der Weltwirtschaft
«könnte die Volkswirtschaften ähnlich hart treffen wie damals – wenn die massiven Rettungspakete
der Regierungen nicht greifen».
Beide Artikel berufen sich auf die Untersuchungen der Wirtschaftsprofessoren Barry
Eichengreen von der University of California in Berkeley und Kevin H. O’Rourke vom
Trinity College in Dublin, die den Verlauf verschiedener Indikatoren in der Zeit zwischen
Juni 1929 und Februar 1930 mit jenem zwischen April und Dezember 2008 verglichen haben.
Ihr Fazit: Die Entwicklung der heutigen Krise ist jener der 30er-Jahre viel ähnlicher,
als den meisten lieb ist.
Mit den in Abbildung 3 abgebildeten Grafiken zeigen Eichengreen und O’Rourke, dass die
weltweite Industrieproduktion in den letzten Monaten genauso massiv gesunken ist wie
zwischen 1929 und 1930 (Grafik links). Noch schneller fielen hingegen die Aktienkurse
an den weltweiten Börsenplätzen (mittlere Grafik), und auch das Welthandelsvolumen ist
deutlich stärker geschrumpft als zu Beginn der Grossen Depression (Grafik rechts).

Abbildung 3
Und es gibt noch eine weitere Parallele: Österreich hat Kredite im Umfang von 280 Milliarden
Euro nach Osteuropa vergeben, was über 80% des Bruttosozialprodukts der Alpenrepublik ausmacht.
Mitte April hat dementsprechend Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman davor gewarnt, dass
Österreich der Staatsbankrott drohe, was von österreichischer Seite entsprechende Proteste
auslöste. Dennoch weisen die schwächelnden Finanzen Österreichs eine Ähnlichkeit mit dem
Beginn der 30er-Jahre auf: Damals brach das österreichische Bankensystem als erstes
zusammen und riss das deutsche mit, was schliesslich zur Aufgabe des Goldstandards führte.
Allerdings gibt es zu den 30er Jahren auch einen bedeutenden Unterschied: Damals konnte
die Geldmenge wegen Bindung an das Gold nicht erhöht werden, während ab 2008 grosszügige
Hilfs- und Konjunkturprogramme in Gang gesetzt werden. So ist auch zu hoffen, dass im
Falle eines negativen Verlaufs die EU Österreich rechtzeitig zu Hilfe eilt.
Diese Zusammenhänge zeigen, dass die Behauptung vieler Analysten, die gegenwärtige
Periode hätte kaum Gemeinsamkeiten mit jener der Grossen Depression, nicht nur aus
finanzastrologischer Sicht unhaltbar ist.
Jupiter/Neptun: Zuversicht und rosarote Brille
Muss jedoch die ganze Periode durch eine wirtschaftlich depressive Stimmung charakterisiert
sein? – Dies fragten wir uns Ende des letzten Jahres. Nicht unbedingt! Man konnte nämlich
erkennen, dass es im Jahre 2009 ein Zeitfenster gibt, in dem sich die Bedingungen verbessern
könnten. Mit dem Beginn eines neuen 13-jährigen Jupiter/Neptun-Zyklus, der ab Mai 2009 den
ganzen Sommer prägt, kommen die Prinzipien Hoffnung, Glaube und Zuversicht zum Tragen.
Merriman meinte dazu: «Gemeinsam suggeriert die Konstellation ein Inflationspotenzial,
welches nach der gegenwärtigen deflationären Phase in kleiner Dosis willkommen sein könnte.»
Wie ich in einem Interview von Ende Dezember mit CASHTV sagte und in einem Artikel, der
in der Februar-Nummer von ASTROLOGIE HEUTE erschien, wiederholte, könnte
«die Jupiter/Neptun-Konjunktion – insbesondere als Rezeption zwischen den
involvierten Planeten – ein Gegengewicht zur sich anbahnenden Saturn/Uranus/Pluto-Spannungsfigur
schaffen […]. Ist dies der Fall, erscheint es wahrscheinlich, dass zumindest im Frühjahr/Sommer
2009 die Aktienmärkte sich substanziell erholen könnten, bevor es später im Jahr wieder zu einem
Rückgang kommt. Dafür spricht auch die Tatsache, dass Jupiter in Konjunktion mit Neptun grosse
Hoffnungen und eine Sehnsucht nach Erlösung weckt (‹Messias-Effekt›).»
Dies legte folgendes Szenario nahe:
«Die von Barack Obama lancierten grosszügigen Hilfsprogramme führen im Frühjahr und Sommer
2009 zur Hoffnung, dass auf diese Weise die Krise überwunden werden kann. Die Aktienmärkte
schiessen in die Höhe, und es kommt zu inflationären Tendenzen, welche die gegenwärtigen
Deflationsszenarien ablösen. Dies führt im Herbst/Winter 2009 unter einem Saturn/Pluto-Quadrat,
welches eine grosse Spannungsfigur zwischen Saturn, Uranus und Pluto einleitet, zu Zinserhöhungen,
welche zusammen mit den erneut aufkommenden Sorgen um die Wirtschaft und die überhöhten
Ausgaben für Hilfsprogramme einen neuer¬ lichen Einbruch mit verschärfter Wirtschaftskrise
zur Folge haben.»
Dabei könnte eine starke Inflation einigen geeignet erscheinen, um die staat lichen
Schuldenberge, die sich bis dahin angehäuft haben, zu entwerten. Damit kommen wir zum
Punkt, an dem wir uns bereits jetzt befinden. Ich schrieb damals:
«Trifft das entworfene Szenario zu, so wird es im Sommer 2009 viele Stimmen geben,
die uns davon überzeugen wollen, die Krise sei weitgehend überwunden und es lohne sich
wieder, in die Aktienmärkte einzusteigen.»
Tatsache ist, dass schon jetzt viele ein «Ende des Tunnels» zu sehen meinen. Im
TAGES-ANZEIGER ist kürzlich ein humoristischer, aber zugleich etwas frivoler Artikel von
Philipp Löpfe erschienen, mit dem Titel «10 Gründe, warum wir die Krise vermissen werden».
Dabei ist die Krise natürlich noch längst nicht ausgestanden, und sie wird sich über
weitere Jahre erstrecken. Statt jetzt in die Aktienmärkte einzusteigen, sollten deshalb
Finanzlaien, die noch in Aktien oder Fonds investiert sind, stattfindende Rallyes
nutzen, um bisherige Verluste teilweise wettzumachen und Aktien oder Fonds-Anteile
abzustossen. Die dafür geeignete Phase könnte bis zum Spätsommer und Frühherbst
andauern, aber die Entwicklung sollte genau verfolgt werden. Man sollte sich auch klar
darüber sein, dass sogar schwere Krisen und damit verbundene Bärenmärkte nicht einfach
nur in eine Richtung verlaufen, sondern eine Zickzack-Bewegung ausführen, aber mit einer
Trendlinie, die im Verlaufe mehrerer Jahre zuverlässig in eine Richtung weist. Dies
war auch während der schweren Depression von 1929 bis 1932 nicht anders, wie die im
Folgenden wiedergegebene damalige Entwicklung des DowJones zeigt:
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Entwicklung des Dow Jones 1929 bis 1932 |
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| Stand August 1929 | = Höchststand von 386 Punkten |
| August - November 1929 | = Rückgang um - 49 % |
| November 1929 - April 1930 | = Steigerung um 52 % |
| April - Dezember 1930 | = Rückgang um - 46 % |
| Dezember 1930 - Februar 1931 | = Steigerung um + 24 % |
| Februar - Oktober 1931 | = Rückgang um - 57 % |
| Oktober 1931 - Juli 1932 | = Rückgang um - 52 % |
| Schlussstand Juli 1932 | = 41 Punkte (seit dem Hoch ein Rückgang von - 89 %) |